Liebe Grillage/Grillasch/Grillpopo-Tortenfreunde, ich schließe mich euch aus vollem Herzen an. Bis etwa 1985 wurde überall am linken unteren Niederrhein Grillagetorte angeboten, jedes Café, das auf sich hielt, führte sie und auf jedem Familienessen war sie Bestandteil der Dessertauswahl. Dann, etwa zu der Zeit, als die A 57 fertiggestellt war, war die Kulttorte mit einem Schlag verschwunden, als hätte der Grinch sie geklaut. Dieses Phänomen ist nur dadurch erklärbar, dass die Grillagetorte den Azubis im Konditorenhandwerk nicht mehr beigebracht wurde, weil die alten Meister gestorben waren und die Rezepte mit ins Grab genommen hatten. Teilweise erklärt es sich auch damit, dass die Herstellung der G.-Torte sich kaum automatisieren lässt. Da sind wohl tatsächlich die Hausfrauen/-männer gefragt, die Tradition am Leben zu halten. Ich habe leider null Talent zum Tortenbacken (mein Frankfurter Kranz à la Turm von Pisa ist berühmt). Gruß von Antje, mit kriewelsch und Oberhausener Wurzeln 🙂
